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Lea Oppliger & Michael Läng – Herz und Handwerk in der Küche des Discherheims

  • Autorenbild: Stiftung Discherheim
    Stiftung Discherheim
  • 13. Jan.
  • 4 Min. Lesezeit

Wenn in der Küche des Discherheims frühmorgens das Licht angeht, beginnt ein Tagesrhythmus, der kraftvoll, kreativ und eingespielt ist. Dahinter stehen Lea Oppliger und Michael Läng – die Co-Teamleitung der Küche. Sie verantworten gemeinsam, dass Klient*innen und Mitarbeitende täglich frisch, abwechslungsreich und mit viel Liebe bekocht werden.

Schon nach wenigen Minuten im Gespräch wird klar: Die beiden funktionieren nicht wie zwei getrennte Verantwortliche, sondern wie ein Team, das sich blind versteht.


Lea Oppliger & Michael Läng

«Together is BUENO» – eine Zusammenarbeit, die trägt


Eine strikte Aufgabenaufteilung gibt es bei Lea und Michael nicht. Vielmehr entstehen ihre Abläufe im Dialog und aus Erfahrung. Für das Tagesgeschäft stimmen sie sich kurz ab – und schon geht es los.

Bei grösseren Anlässen, Banketten oder Festen nehmen sie sich bewusst Zeit, planen gemeinsam, besprechen Ideen und verteilen die Arbeiten.


Was sie stark macht?

«Die Kombination aus Vielfalt und Verlässlichkeit.»

Beide bringen unterschiedliche fachliche Schwerpunkte, Denkweisen und Erfahrungen mit. Daraus entsteht Kreativität – aber auch die Fähigkeit, pragmatische Lösungen zu finden.

Und wenn sie einmal nicht gleicher Meinung sind?

Dann sprechen sie offen und ehrlich miteinander – und finden gemeinsam den besten Weg.

 


Ein Alltag, der früh beginnt – und nie langweilig wird


Der Tag in der Küche beginnt früh: Bereits um 6 Uhr werden die Esswagen der Wohngruppen mit Frühstück sowie mit dem Mittag- und Abendessen bestückt. Da die Mahlzeiten schon am Morgen vorbereitet und ausgeliefert werden, arbeitet die Küche nach der Cook-&-Chill-Methode.

Die Speisen werden frisch gekocht, rasch heruntergekühlt und später auf den Wohngruppen mit professionellen Steamern regeneriert. So bleibt die Qualität erhalten – das Essen wird nicht stundenlang warmgehalten, sondern kommt frisch, aromatisch und in bester Qualität auf den Teller.

Um 7 Uhr stösst das restliche Team dazu. In einer kurzen Besprechung wird geklärt, was der Tag bringt: Welche Arbeiten stehen an? Gibt es Anlässe? Wo liegen die Prioritäten?


Danach beginnt die eigentliche Produktion:

Es wird gerüstet, geschält, geschnitten, gekocht, abgeschmeckt, abgefüllt und ausgeliefert. Um 11.30 Uhr steht das Personalessen bereit, anschliessend wird die Küche gründlich gereinigt. Bestellungen für den nächsten Tag werden gemacht, Mails beantwortet und der Nachmittag organisiert.

Nach der Mittagspause folgen das Ausräumen und Reinigen der Esswagen sowie weitere Vorbereitungen für den kommenden Tag, bevor der Frühdienst um 15.10 Uhr und der Spätdienst um 16.10 Uhr Feierabend hat.

Es ist ein langer, gut getakteter und arbeitsintensiver Tag – aber für das Küchenteam ein erfüllender, weil Qualität, Struktur und Zusammenarbeit stimmen.

 


Warum die Arbeit im Discherheim besonders ist


Für Lea und Michael ist klar:

«Wir können unseren Klient*innen jeden Tag mit einem feinen Menü ein Lächeln ins Gesicht zaubern.»


Die ehrlichen, unmittelbaren Rückmeldungen der Klient*innen sind für sie ein Highlight – und eine wichtige Orientierung. Denn Essen ist für viele Klient*innen nicht nur Versorgung, sondern Lebensqualität.


Im Discherheim haben Lea und Michael im Rahmen ihres Budgets freie Hand. Sie dürfen kreativ sein, Neues ausprobieren und kulinarisch experimentieren. Diese Freiheit ist für beide ein Privileg.

Gleichzeitig ist das Küchenteam ein Ort der Wertschätzung: Man versteht sich gut, unterstützt sich gegenseitig, bleibt motiviert – und genau das trägt durch hektische Tage.

 


Die Zusammenarbeit mit Klient*innen – wertvoll und unverzichtbar


Direkt in der Produktionsküche können Klient*innen aus Sicherheitsgründen nicht mitarbeiten. Doch die Rüstküche auf der Gruppe Eibe ist ein zentraler Bestandteil des Küchenalltags.

Dort werden Montag und Dienstag Gemüse gerüstet, geschnitten und Kräuter gezupft. Diese Arbeit ist wichtig und sichtbar – und sie erfüllt die Klient*innen mit Stolz.

«Man sieht die Freude, wenn das fertig gerüstete Gemüse zurückgebracht wird.»


Für Lea und Michael ist klar: Die Rüstküche ist nicht wegzudenken. Die Klient*innen leisten hier einen wertvollen Beitrag, der mit grosser Dankbarkeit aufgenommen wird.

 


Kulinarische Handschrift – frisch, kreativ, saisonal


Wenn Lea und Michael das Konzept der Discherheim-Küche in drei Worten beschreiben müssten, lauten sie:

Abwechslungsreich. Kreativ. Saisonal.


Bei der Menüplanung achten sie auf:

  • Qualität & Frische

  • saisonale und regionale Produkte

  • ausgewogene Zusammensetzung

  • Abwechslung zwischen Klassikern und neuen Ideen


Besonders beliebt bei den Klient*innen?

Pommes Frites – und alles, was paniert ist.

Manche Dinge sind einfach universell.

 


Buffets, die begeistern – und Arbeit, die man nicht sieht


Wer das Discherheim kennt, weiss: Die Buffets an Anlässen sind legendär.

Hinter jeder Dekoration, jedem Häppchen und jeder Farbkombination steckt viel Vorbereitung.

«Der Aufwand ist riesig – das Tagesgeschäft läuft ja weiter.»

Trotzdem lieben Lea und Michael diese Abwechslung.

Ihre Buffets entstehen aus Erfahrung, Kreativität und Inspiration durch den Anlass. Bewährte Konzepte gibt es – aber jedes Buffet ist einzigartig. Besonders in Erinnerung geblieben ist beiden das Buffet zum 40-jährigen Jubiläum.


Ob es ein Catering ausserhalb des Discherheims geben könnte?

Die Ideen sind da – aber der Aufwand ist aktuell zu gross.

 


Ein Team, das trägt – und Freude, die bleibt


Lea und Michael legen grossen Wert auf eine offene Kommunikation und ein Miteinander, das stärkt statt belastet.

Sie beschreiben ihr Team als kollegial, respektvoll und unterstützend.

Die Freude am Kochen verlieren sie nicht – selbst im hohen Arbeitstempo:

Das Kochen ist ihr Handwerk, ihr kreativer Raum und ihr Beitrag zur Lebensqualität der Klient*innen.

 


Ein Blick nach vorn


Für die Zukunft wünschen sich Lea und Michael:

  • eine weiterhin positive, respektvolle Teamkultur

  • dass sich alle wohlfühlen und gerne zur Arbeit kommen

  • Raum für Kreativität, neue Ideen und kulinarische Weiterentwicklung


Sie wollen voneinander lernen, neue Techniken ausprobieren, ihre Leidenschaft vertiefen – und die Qualität der Speisen weiter steigern.


Kurz: Eine Küche, die bewegt, verbindet und täglich Freude bereitet.




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