Im Gespräch mit Yakima Oberli – Damit sich alle wohlfühlen


Seit diesem Frühjahr leitet Yakima Oberli das Facility Management im Discherheim. Ganz neu ist er jedoch nicht: Bereits von 2017 bis 2023 war er hier tätig und absolvierte im Discherheim seine Ausbildung zum Fachmann Betriebsunterhalt. Nach einem zweijährigen Unterbruch kehrte er zurück – und fühlt sich wieder genau am richtigen Ort.
Zurück an einen vertrauten Ort
Yakimas Weg ins Discherheim begann 2017 mit dem Wunsch, eine Ausbildung zum Fachmann Betriebsunterhalt zu absolvieren. Die Jahre im Discherheim haben ihn geprägt.
«Das Discherheim hat mich beruflich und persönlich am meisten geprägt.»
Nach seinem Austritt im Sommer 2023 wollte er neue Erfahrungen sammeln und einen anderen Arbeitsalltag kennenlernen. Rückblickend sieht er diesen Schritt jedoch kritisch.
«Ich wollte etwas anderes sehen, einen anderen Drive spüren. Im Nachhinein war das für mich ein grosser Fehler. Umso glücklicher bin ich, nach zwei Jahren wieder hier sein zu dürfen.»
Was ihn am Discherheim besonders begeistert, ist die Atmosphäre.
«Hier darf jeder sein, wie er ist. Jeder bringt seine Stärken ein und alle helfen einander. Diese Authentizität schätze ich sehr.»
Dienstleistung mit Herz
Yakima versteht sich in erster Linie als Dienstleister.
«Meine Motivation ist es, unseren Klientinnen und Klienten sowie den Mitarbeitenden das Arbeits- und Privatleben zu ermöglichen, das sie verdienen.»
Seit diesem Frühjahr trägt er als Leiter Facility Management zusätzliche Verantwortung. Viel verändert habe sich dadurch jedoch nicht.
«An meiner Person und meinem Umgang mit Mitarbeitenden und Klientinnen und Klienten hat sich wenig verändert. Ich trage heute mehr Verantwortung – und das gefällt mir.»
Besonders dankbar ist er für sein Team.
«Ich habe ein super Team, das mich jeden Tag tatkräftig unterstützt. Ohne diese Unterstützung wäre der Einstieg in die Leitungsfunktion deutlich schwieriger gewesen.»
Mehr als Reparaturen
Viele verbinden Facility Management vor allem mit Reparaturen oder Gebäudeunterhalt. Tatsächlich ist der Aufgabenbereich deutlich vielfältiger.
Neben der Organisation von Reinigung, Unterhalt und externen Dienstleistern gehören auch Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz, Brandschutzschulungen, Sicherheitskonzepte, Berufsbildung, technische Kontrollen, Fahrzeugunterhalt sowie die Führung des Facility-Management-Teams zu seinem Verantwortungsbereich.
Einen typischen Arbeitstag gibt es für Yakima deshalb nicht.
«Beständig sind eigentlich nur die Kehricht- und Grünabfuhr», sagt er lachend. «Kein Tag ist wie der andere – genau das macht diesen Beruf so spannend.»
Besonders Freude bereitet ihm, wenn er anderen etwas Gutes tun kann.
«Am meisten freut es mich, wenn unsere Klientinnen, Klienten oder Mitarbeitenden zufrieden sind.»
Das Zuhause der Klientinnen und Klienten
Das Discherheim ist weit mehr als ein Arbeitsplatz – für viele Menschen ist es ihr Zuhause. Entsprechend respektvoll begegnet Yakima den Bewohnerinnen und Bewohnern.
«Man läuft nicht einfach in ein Zimmer. Man klopft an und fragt, ob man eintreten darf.»
Inklusion bedeutet für ihn, dass sie in beide Richtungen gelebt wird.
«Nicht nur Mitarbeitende begleiten die Klientinnen und Klienten – auch wir integrieren uns in ihr Zuhause und passen uns entsprechend an.»
Gemeinsam statt nebeneinander
In der Zusammenarbeit mit seinem Team setzt Yakima auf Offenheit und Vertrauen.
«Wer fragt, der führt.»
Ebenso wichtig ist ihm Wertschätzung.
«Ich sage gerne Danke. Oft wird nur angesprochen, was nicht gut läuft. Ein ehrliches Dankeschön motiviert und zeigt Wertschätzung.»
Auch die bereichsübergreifende Zusammenarbeit erlebt er als sehr positiv.
«Natürlich gibt es Herausforderungen. Aber gemeinsam haben wir bisher immer gute Lösungen gefunden. Dafür bin ich den anderen Bereichen sehr dankbar.»
Mit Blick auf die Zukunft
Für die kommenden Jahre hat Yakima klare Ziele. Besonders am Herzen liegen ihm Nachhaltigkeit und Biodiversität.
«Ich wünsche mir ein artenreiches Umfeld rund ums Discherheim.»
Auch der Ausbau der Photovoltaikanlage ist ein Projekt, das er gerne weiter vorantreiben möchte.
Daneben möchte er das Facility-Management-Team als verlässlichen Partner im ganzen Betrieb etablieren.
«Unser Ziel ist, dass alle gerne mit uns zusammenarbeiten.»
Wenn alles funktioniert
Auf die Frage, woran Besucherinnen und Besucher merken sollen, dass das Facility Management gute Arbeit leistet, muss Yakima schmunzeln.
«Am liebsten ist es mir, wenn niemand etwas auszusetzen hat.»
Denn genau dann funktioniere alles so, wie es soll – sauber, sicher und zuverlässig, oft ganz unbemerkt im Hintergrund.
Privat lieber draussen als drinnen
Seine Freizeit verbringt Yakima am liebsten mit seiner Frau und seinem Hund oder gemeinsam mit Familie und Freunden. Musik gehört ebenfalls zu seinem Leben – allerdings nicht unbedingt die, die viele erwarten würden.
«Ich habe eine grosse Leidenschaft für Schweizerörgeli- und Jodelmusik.»
Sein Wunsch für die Zukunft des Discherheims ist einfach und gleichzeitig anspruchsvoll:
«Dass wir weiterhin Inklusion leben und dort Raum schaffen, wo oft nicht viel Raum vorhanden ist.»



